Costa Brava 2001

Die diesjährige Vereinsfahrt des Tauchsportverein Menden ging zur Tauchbasis von Bernd Mörker in Rosas (kurz nach der französischen Grenze). Beim Dortmunder Bus-Unternehmen …-Reisen hatten wir extra Tauchgepäck angemeldet und uns wurde versprochen, das der Doppeldecker-Bus mit einem Gepäck-Anhänger fahren würde. So standen wir freitags nachmittags in Hagen und warteten auf den Bus. Und er kam vollbesetzt mit 76 Personen und ohne Anhänger!

 Schon die normalen Koffer paßten nicht in den kleinen Laderaum des Doppeldeckers und schon gar nicht unser Tauchgepäck. Also fuhr der volle Bus freitags nachmittags wieder zurück nach Dortmund um den Gepäck-Anhänger zu holen. Als der Bus zwei Stunden später wieder in Hagen war, hatten wir im Bus lauter “FREUNDE” gewonnen! 

Dann ging es endlich los und wir konnten auch schlafen oder dösen. Bis um 3 Uhr nachts der Bus plötzlich anhielt. Reifenpanne am großen Doppeldecker!!! Aber die beiden Busfahrer waren routiniert im Reifenwechseln und nach einer halben Stunde ging es weiter.

 Morgens sind wir dann im Hotel Monte Carlo angekommen. Dort wurden wir eine Woche lang verwöhnt mit reichlich Meeresfrüchten wie diverse Seefische, Muscheln, Calamares, Gambas… Es gab aber auch Bratwurst mit Pommes rot-weiß für einen Kultur-Banausen!

 Dann ging es zur deutschen Tauchbasis, wo aber Deutsch nur eine Sprache unter vielen ist wie z.B. Spanisch, Französisch, Englisch, Schweizer-Deutsch, Kölsch und Hessisch. Für die Hessen hatten wir gleich den Spruch parat: “Alle Hesse sind Verbrescher, denn sie klauen Aschenbescher!” Die Antwort der Hessen dauerte bis zum Ende der Woche: “Alle Nordrhein-Westfalen sind Kannibalen!”

 Zum Tauchen fuhren wir wir mit dem großen Tauchschiff raus oder dem schnellen Zodiac (Schlauchboot mit zwei dicken Außenbordern). Zu entdecken gab es viel Unterwasser, da das Gebiet schon seit Jahren unter Naturschutz steht: große Conga’s (Meeraale), Nacktschnecken, Langusten, große Fischschwärme, Kabeljau, Katzenhai-Eier, Drachenköpfe, Tintenfische sowie tollen Bewuchs wie Edelkorallen, Gorgonien… und Fledermäuse! Aber die waren nicht Unterwasser, sondern wir sind durch Höhlen getaucht und in einer kann man auftauchen und die Fledermäuse hängen 10 Meter über einen unter der Höhlendecke.

 Beim Ausziehen des Tauch-Anzugs stellte sich der Wirt einer bekannten Mendener Stadtschänke so ungeschickt an, daß die obere Sehne seines Fingers riß und die Fingerkuppe nur noch runterhing. Aber er war hart im Nehmen! Nachdem er beim Arzt war und eine Schiene bekam zum Stabilisieren, ging er nachmittags gleich wieder tauchen!

 Nach den Tauchgängen gab es dann abends das sogenannte “Deko-Bier”. Jede Runde wurde freudig begrüßt mit “Jawohl meine Herren, so haben wir es gern. Jawohl! Jawohl! Jawohl!”

 Denn letzten Urlaubstag legten sich alle an den Strand zum Sonnen bis auf einen: “Ich hasse Sand und Strand, ich hasse Wasser und Meer, ich hasse Schwimmen und Sonnen. Ich bin nur zum Tauchen hier.” Dem war nicht zu helfen!

 Dann kam die Rückfahrt mit …-Reisen aus Dortmund. Diesmal war reichlich Platz für Gepäck, sie hatten gelernt! Die Fahrt ging gut voran bis wieder der Bus um 3 Uhr nachts liegenblieb mitten auf der Autobahn. Diesmal Motorschaden am Doppeldecker!!! Der konnte nur notdürftig repariert werden und mit Tempo 40 bis 70 ging es dann langsam Richtung Heimat.

 Einer erwartete das Ende der Urlaubswoche sehnsüchtig, denn er war frisch verliebt. Nach unseren Schätzungen hat er in dieser Woche circa 1000 SMS verschickt: teilweise alle 2 Minuten eine!